Alleingang über die Alpen


Naturparadies Murnauer Moos

Mit einer Übernachtung in einem der artenreichsten Gebiete Europas beginnt meine Alpenüberquerung bei Eschenlohe. Ausgehend von Unterwasseraufnahmen in den Moorseen geht es hinein in die vielfältige Blütenwelt.

Estergebirge

Extrem steil geht es gleich hinauf in den ersten Gebirgsblock. Wenig bekannt bei Wanderern bietet das Estergebirge weite Blicke bis über München hinaus und auch bis hinein in die Zentralalpen.

Wetterstein

Im höchsten deutschen Gebirge ist es die Musik der Hannesla-Buam, die uns hier begleitet.

Stubaier Alpen

Nach der Querung des Innntals geht es hinauf über die ersten Gletscher bis zur italienischen Grenze. Ich übernachte gelegentlich in Winterräumen, wenn ich nicht wie meistens im Freien biwakiere.

Bergbaugebiet Schneeberg

In St. Martin am Schneeberg liegt das höchstgelegene Bergwerk Europas. Eine mit Originalton untermalte Führung durch und über den Berg machen diese Sequenz zu einer interessanten Abwechslung im Routenverlauf. Historische und geologische Gegebenheiten, die man in dieser Bergregion nicht erwartet hätte, werden anschaulich erläutert.

Ötztaler Alpen - Ötzi-Fundstelle

Nachdem ich auf der Südseite des Alpenhauptkamms ins Pfossental gelangt bin, möchte ich wieder hinauf zu den Eisriesen. Völlig weglos überwinde ich dabei 1650 Höhenmeter, bevor ich auf dem Gipfel des Similaun stehe. Hier folgt an der Ötzi-Fundstelle ein kurzer Einblick in die historische Besiedlung der Alpen. Etwas fremd fühle ich mich dann bei der Querung des Schnalstaler Sommerskigebietes, bevor es noch mit zwei anderen Bergsteigern auf die Weisskugel, den zweithöchsten Gipfel der Ötztaler Alpen geht.

Planung und Vorbereitung

Wer hatte nicht auch schon die Idee einer Alpenüberquerung? Hier gebe ich Anregungen zur eigenen Durchführung

einer selbst zusammengestellten längeren Tour durch die Alpen. Welche Ausrüstung ist nötig? Welche Kenntnisse brauche ich? Wie bereite ich mich vor? Meine nach eigenen Planungen zusammengestellte Route mit insgesamt 35.000 Höhenmetern und 475 km Länge zeigt, dass man durchaus seine Wünsche verwirklichen kann.

Gletscherrückgang und Klimawandel

Anhand historischer Bilder werden die Auswirkungen der jüngsten Klimaerwärmung sichtbar. Nirgends sind die Veränderungen so offensichtlich wie beim Rückgang der Gletscher in den Alpen, die eine so wichtige Rolle für die Trinkwasserversorgung Europas spielen. Durch aktuelle Bilder zeige ich auch augenfällige Änderungen innerhalb der letzten drei Jahre und wage einen vorsichtigen Blick in die nahe Zukunft.

Stilfser Joch

Vorbei an den Überresten dieser während zweier Weltkriege stark umkämpften Region geht es hinauf zu einer der höchsten Alpenstrassen.

in die Schweiz

Auf dem Weg über eine weitere Landesgrenze geniessen wir den Ausblick von der Staumauer des Lago die Cancano und die Blumenwelt des Val Viola. Wir sind jetzt im romanischen Sprachraum.

Bernina - 4000 Meter sind erreicht

Ganz alleine nehme ich den höchsten Gipfel der Ostalpen von der Nordseite über den ausgesetzten Fortezzagrat und das Gletscherplateau der Bellavista in Angriff. Die 3600 Meter

hoch gelegene Marco-Rosa-Hütte wird bei meinem Eintreffen gerade abgerissen und macht einem Neubau Platz. Ich treffe einen Freund aus München, mit dem ich mich gemeinsam in einer steilen Eisrinne abseile.

Monte Disgrazia

Leider spielt das Wetter nicht immer mit. Der Monte Disgrazia muss südlich umgangen werden. Dabei bin ich wieder teilweise weglos unterwegs und orientiere mich im dichten Nebel mit Kompass und Höhenmesser, um den Übergang über einen Grat zu finden.

Val Codera - das Tal ohne Autos

Was mir in der Karte aufgefallen ist beweist sich schliesslich: Im Val Codera gibt es zwar Ortschaften, aber

keine Strassen. Die Bewohner haben sich gegen einen Anschluss an das italienische Strassennetz ausgesprochen. So herrscht hier eine wunderbare Ruhe in den modernen, aber in traditioneller Bauweise errichteten Dörfern mit ihren etwas eigenartigen Bewohnern.

Bergamasker Alpen

Kaum bekannt und wenig erschlossen präsentiert sich das letzte grosse Massiv am Südrand der Alpen in seiner wilden Schönheit. Extreme Niederschläge machen ein Fortkommen aber nur noch schwer möglich. So verbringe ich immer mehr Zeit auf den Almen und treffe gerade als einziger Gast bei strömendem Regen im Rifugio Briosci ein, als der Hüttenwird seinen 60. Geburtstag feiert. Hier, 2200 Meter über dem Comer See komme ich dann dank des anhaltend schlechten Wetters doch noch in den Genuss farbenprächtiger Lichtstimmungen.

Resinelli

Ich verbringe noch zwei Nächte in einer undichten Biwakschachtel mit Blick auf den Comer See und die Po-Ebene. Mehrmals schlägt der Blitz in die Aluminiumkonstruktion ein. Weiter unten auf der Resinelli-Hochebene findet gerade ein Oldtimer-Motorradrennen auf der engen Bergstrasse statt. Hier sind es nur noch 1000 Meter steil hinunter nach Lecco, wo die Alpen abrupt enden und mit einem Bad im traumhaft schönen Lago di Como die Überquerung der gesamten Alpen einen angenehmen Abschluss findet.